Musik im Gespräch
Reihe „Musizieren – Musik erklären – Musik verstehen“


in Kooperation mit



Musik erklären, verstehen, genießen,
Die neue Reihe mit besonderen Gesprächskonzerten, die der Universitätsclub Bonn gemeinsam mit dem Netzwerk Ludwig van B. ins Leben gerufen hat, hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur musikalische Interpretation auf höchstem Niveau der Nachwuchsszene zu bieten, sondern auch musikalische Persönlichkeiten in ihrem Denken vorzustellen. Unterhaltsam, aber anspruchsvoll plaudern hier junge Musiker über ihre musikalischen Hintergrundrecherchen, aber auch über ihren ganz persönlichen Zugang zu ihrem Instrument und zu ihren musikalischen Vorlieben.

Donnerstag, 24. Mai, 19.30 Uhr 
Universitätsclub Bonn
Konviktstr. 9, 53113 Bonn

Wahlverwandtschaften

Aus welchem Holz…? –
Musikalische Ahnenforschung
in der neueren Geschichte der Violinsonate







Judith Stapf, Violine und Moderation

Saeko Kitagawa, Klavier
Spielen Werke von Gabriel Fauré, Eliott Carter und Aaron Copland
Musikalische Wurzeln und Verzweigungen möchte die junge Geigerin der Barenboim-Zaid-Akademie Judith Stapf im Gesprächskonzert der Universitätsclub-Reihe mit dem Netzwerk Ludwig van B. erforschen:

Warum wird einer Geiger – und aus welchen „Eltern“ wird ein Geigenwerk geboren? Judith, Tochter einer Sängerin und eines Pianisten, hat sich schon fast vor dem Sprechen selbständig für ihr Instrument 

entschieden. Die Violine und ihre Möglichkeiten kennenzulernen war ihr schon immer wichtiger als alles andere.
Nahezu jeder zur Klassik neigende Komponist hat für dieses Instrument komponiert, das in großen Gruppen den „Sound“ eines Orchesters bestimmt. Etliche Klassiker waren im 19. Jahrhundert auch für die Weiterentwicklung der solistischen Violine bestimmend, aber nur bei den wenigsten gehören die Violinsonaten zu ihren wichtigsten Werken.

Judith Stapf spricht über Lehrer- und Schülerbeziehungen, über Bewunderung, Annäherung und Abgrenzung, über Zuneigung und Zueignung. Dabei kommt einer Frau, nämlich der charismatischen Komponistin und Dirigentin Nadia Boulanger eine besondere Rolle zu.

Der Eintritt ist frei
Anmeldung: info@LudwigvanB.de

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Am 15. März fand statt:




Musikalische Dreifaltigkeit
Wie wird (man) und was ist ein Klaviertrio?

 Foto: Joachim Müller-Klink

13,14,15 Jahre waren sie alt, als sie zum ersten Mal das Bonner Publikum begeistert haben. Jetzt, nur zwei Jahre weiter, wird ihnen schon eine große Zukunft vorhergesagt: Das noch blutjunge Bellevue-Trio aus Münster ist vor allem deshalb ein ungewöhnliches Ensemble, weil es schon in so jungen Jahren – neben solistischen Spitzenleistungen - als Klaviertrio Triumphe feiert.

Erleben Sie die jungen Ausnahme-Musiker

Sonja Kowollik (Klavier), Leon Stüssel (Violine) und John Hendrick Mackenroth (Violoncello)
mit
W.A. Mozart: Klaviertrio B-Dur, KV 502
Felix Mendelssohn B.: Klaviertrio d-Moll op. 49

Am Donnerstag, 15. März 2018, 19.30 Uhr
Im Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9, Bonn

Die neue Reihe mit besonderen Gesprächskonzerten, die der Universitätsclub Bonn gemeinsam mit dem Netzwerk Ludwig van B. ins Leben gerufen hat, hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur musikalische Interpretation auf höchstem Niveau der Nachwuchsszene zu bieten, sondern auch musikalische Persönlichkeiten in ihrem Denken vorzustellen. Unterhaltsam, aber anspruchsvoll plaudern hier junge Musiker über ihre musikalischen Hintergrundrecherchen, aber auch über ihren ganz persönlichen Zugang zu ihrem Instrument und zu ihren musikalischen Vorlieben.

Diesmal sind es zwei Meisterwerke der Klaviertrio-Literatur, die nicht nur mit Instrumenten, sondern auch im Gespräch interpretiert werden: Ganz allmählich und langfristig hat sich das Bellevue-Trio mit einem Werk befasst, das für Viele den Gipfelpunkt der Gattung darstellt: In Mendelssohns d-Moll-Trio sind die emotionalen und dramatischen Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch die technischen Anforderungen „zum Niederknien“ zugespitzt und vollendet, die alles bisher Gewesene (sorry, Beethoven!) in den Schatten stellen. Auffällig ist die ständige Präsenz des Klaviers, das dennoch eine ganz andere Rolle einnimmt, als in der frühklassischen Entstehungszeit der Gattung: es lässt die Streichinstrumente gleich zu Anfang als Stimmführer in den Vordergrund treten. Wie anders war das noch in Mozarts Auffassung, als es zunächst galt, die Streichinstrumente aus ihrer bloßen Begleitfunktion zu emanzipieren…
Welchen Sinn eine dreistimmige musikalische Kommunikation überhaupt hat, und wie man sich schon als ganz junger Musiker im Triospielen emanzipieren kann – darüber geben die drei Solisten in erfrischender Weise Auskunft.

Der Eintritt ist frei,
wir bitten aber um Reservierung
unter info@LudwigvanB.de

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 Schon im November 2017 fand statt:


Knut Hanßen, Klavier


 

Was heißt hier heroisch?

Beethovens „neuer Weg“ – hörbar und sichtbar in Klavierwerken und in Beethovens Notenbild

Beethovens halbstündiges Klavierwerk „Eroica-Variationen“ Es-Dur op. 35 steht im Mittelpunkt von Knut Hanßens Programm, das Beethovens radikal-persönlichen kreativen Kompositionsprozess anhand eines immer wieder verwendeten Themas illustriert.

Knut Hanßen absolvierte in diesem Sommer neben seinem Dirigierstudium auch das Konzertexamen für Klavier mit Auszeichnung und erforscht rund um seine Interpretationen stets die Rekonstruktion musikalischer Entstehungs- und Entwicklungsprozesse. Neben zahlreichen hochkarätigen Meisterkursen, Stipendien und Auszeichnungen erhielt er zuletzt den Steinway Förderpreis sowie in Bonn den hoch dotierten „Brüser Berger Musikpreis“.

Anhand von Beethovens Autographen zeichnet er die überraschende „Wanderung“ des berühmten Motivs durch verschiedene Stücke bei Beethoven nach – vom Gesellschaftstanz über Ballettmusik und Klaviervariationen zum Herzstück im Finale der „Eroica“-Sinfonie.
Der Universitätsclub eröffnet mit diesem Konzert eine Veranstaltungsreihe mit dem Netzwerk Ludwig van B., in dem Musikstudierende nicht nur zu Konzerten eingeladen werden, sondern in dem sie durch ihren jeweils persönlichen und fachlichen Zugang  zum „Sinn und Unsinn“ von Musik als Musikerpersönlichkeiten erkennbar werden.